Angela Kolb-Janssen, MdL
Sie befinden sich hier:

Bildung

15.02.2018, Angela Kolb-Janssen, Bildung

Pressemitteilung: Finanzausschuss beschließt Angleichung

Kolb-Janssen: Endlich Gerechtigkeit für Diplomlehrerinnen und -lehrer

Bei der Beratung des Gesetzes zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften im Finanzausschuss des Landtages am gestrigen Mittwoch haben die Koalitionsfraktionen den Entwurf um eine Regelung erweitert, die vorsieht, dass die sogenannten „Stichtagsnichterfüller“ und „Ein-Fach-Lehrer“ im Schuldienst besser zu bezahlen und damit gleichzustellen sind.Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angela Kolb-Janssen: „Ich bin froh, dass es auf diese Weise gelingt, Ungerechtigkeiten in der Bezahlung im Schuldienst endlich zu beseitigen. Es ist nicht verständlich, dass Lehrkräfte bei gleicher Tätigkeit unterschiedlich bezahlt werden.“ Von der Regelung betroffen sind Diplomlehrerinnen und -lehrer, die ihr Studium in der DDR absolviert haben.Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Andreas Schmidt, ergänzt: „Die Beseitigung der Ungleichbehandlung war lange überfällig. Das ist auch ein Akt der Wertschätzung der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen.“

Hintergrund:

Mit der heute getroffenen Regelung wird eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag umgesetzt. Dort heißt es: „Die Koalitionspartner sind sich darüber einig, im Landesbesoldungsgesetz alle Hindernisse zu beseitigen, die einer Gleichstellung von Lehrkräften allgemeinbildender und berufsbildender Schulen mit einer Ausbildung als Lehrer nach dem Recht der DDR (mit einer Lehrbefähigung für zwei Fächer) mit Lehrkräften neuen Rechts entgegenstehen.“ Die Angleichung der Bezahlung der Stichtagsnichterfüller kostet jährlich rund eine Million Euro und die der Einfachlehrer etwa drei Millionen Euro. Die Regelung soll mit dem Haushaltsjahr 2019 in Kraft treten.

 

30.01.2018, Bildung

Pressemitteilung: „Dramatischer Lehrermangel steht bevor, wenn nicht sofort umgesteuert wird“

Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung den Abschlussbericht der Expertengruppe zur Bestimmung des längerfristigen Lehrkräftebedarfs behandelt. Der Landtag hatte die Einrichtung dieser Expertengruppe im September 2016 beschlossen.

„Der Bericht macht deutlich, was wir schon lange wissen: Unseren Schulen steht ein dramatischer Lehrermangel bevor, wenn nicht sofort umgesteuert wird“, erklärte dazu Angela Kolb-Janssen, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. „Die Ankündigung des Bildungsministers aus der vergangenen Woche, dass in diesem Jahr 1.000 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden sollen, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Herausforderung der nächsten Jahre kann nur bewältigt werden, wenn jetzt in die Attraktivität des Lehrerberufs in Sachsen-Anhalt investiert wird und zugleich intensiv um Seiten- und Quereinsteiger geworben wird. Denn eins ist klar: Junge Leute, die erst jetzt ein Lehramtsstudium beginnen, können zur Lösung der akuten Probleme nicht beitragen.“

Die Landesregierung hatte 2017 bereits auf einen Zwischenbericht des Bildungsministers über die Arbeit der Expertengruppe reagiert und die Aufstockung der Lehramtsstudienplätze an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verlängert, erinnerte Katja Pähle, Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Dieser Kurs muss fortgesetzt werden. Auch die Zahl der Referendariatsplätze muss an eine erweiterte Lehramtsausbildung angepasst werden. Vor allem brauchen wir kurzfristig Kapazitäten für die Qualifikation von Quer- und Seiteneinsteigern. Dafür brauchen wir auch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.“ Pähle unterstrich, dass sowohl für die Einstellung von mehr Lehrerinnen und Lehrern als auch für erweiterte Studienkapazitäten künftig mehr Haushaltsmittel benötigt würden.

Der Bericht wird jetzt dem Landtag zugeleitet und dort im Bildungs- und im Wissenschaftsausschuss diskutiert.

 

 

25.01.2018, Bildung

Landtagsdebatte zur Volksinitiative: SPD-Fraktion begrüßt Neueinstellung von Lehrern – endlich wird richtige Richtung eingeschlagen

Der Landtag von Sachsen-Anhalt berät heute zum zweiten Mal über die Volksinitiative “Den Mangel beenden – unseren Kindern Zukunft geben” und über eine Beschlussempfehlung des dafür federführenden Petitionsausschusses. Zu Beginn der Debatte dankte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Angela Kolb-Janssen, den Vertreterinnen und Vertretern der Volksinitiative: “Mein Hochachtung dafür, wieviel fachlichen Input Sie in das parlamentarische Verfahren eingebracht haben, mit vielfältigen Stellungnahmen und im Rahmen der Anhörung. Sie haben den Sorgen von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen, Lehrern und Schulleitungen eine Stimme gegeben!”

Kolb-Janssen ging auf die Ankündigung von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) ein, in diesem Jahr insgesamt 1.000 Lehrerstellen auszuschreiben. Kolb-Janssen: “Das würde über den Beschluss, den wir heute fassen wollen, noch hinausgehen. Als SPD-Fraktion sehen wir uns mit dieser Ankündigung bestätigt in unserer bereits im vergangenen Jahr erhobenen Forderung, die Neueinstellungen deutlich aufzustocken. Wir sind froh, dass der Bildungsminister endlich erkannt hat, wie groß die Not an den Schulen ist, und die versprochene Trendwende einleitet.”

Der heutige Landtagsbeschluss könne nur ein Zwischenschritt sein, so Kolb-Janssen: “Aber er ist dennoch ein Fortschritt. Es ist gut, dass der Landtag heute feststellen wird, dass die im Koalitionsvertrag 2016 festgehaltene Unterrichtsversorgung von 103 Prozent maßgeblich ist und nicht die seinerzeit errechnet Zahl von 14.500 Lehrerstellen. Der Beschluss ist auch deswegen ein Fortschritt, weil unser Vorschlag aufgegriffen wurde, die bei Langzeiterkrankungen und Elternzeit auftretenden Ersparnisse für zusätzliche Einstellungsoptionen zu nutzen. Das muss unbürokratisch und in größtmöglicher Eigenverantwortung der Schulen umgesetzt werden.”

20.12.2017, Angela Kolb-Janssen, Bildung

Ganztagsschulen und Grundschulen mit verlässlichen Öffnungszeiten in Gefahr

Zur heutigen Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt zum Antrag der Linksfraktion „Pädagogische Angebote während der verlässlichen Öffnungszeiten an Grundschulen und Ganztagsschulen weiter auf gutem Niveau sichern“ erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angela Kolb-Janssen:

„Grundschulen mit verlässlichen Öffnungszeiten und Ganztagsschulen können zu mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen führen, da sie pädagogische Angebote ganztägig anbieten, die von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit getragen werden und für die oft auf außerschulische Angebote am Nachmittag zurückgegriffen werden kann. Aufgrund des Lehrermangels und der sogenannten ,effizienzsteigernden Maßnahmen‘ können die Schulen ihrem pädagogischen Anspruch vielerorts nicht mehr gerecht werden. Das gefährdet den Bildungserfolg vieler Schülerinnen und Schüler in unserem Land.“

Über die Weiterentwicklung der Ganztagsschulen und die Überprüfung der effizienzsteigernden Maßnahmen an den Schulen des Landes wird im Bildungsausschuss diskutiert werden müssen. Ein erster Schritt ist mit der Ankündigung von Bildungsminister Marco Tullner getan, bis 2020 zusätzliche 300 pädagogische Mitarbeiter einzustellen.

 

 

12.12.2017, Angela Kolb-Janssen, Bildung, Gleichstellung

Inklusion ist nicht verhandelbar – Chancen für alle Kinder!

Zum heute im Kabinett beratenen Entwurf des Bildungsministeriums für ein Förderschulkonzept erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angela Kolb-Janssen: „Wir stehen zu unserem Anspruch und der mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention eingegangenen Rechtsverpflichtung, dass alle Kinder die gleichen Chancen erhalten sollen. Aus der heutigen Kabinettssitzung ist das Signal gegeben worden, dass der Entwurf des Bildungsministeriums der Startschuss für eine ergebnisoffene Diskussion sein soll. Für diese Diskussion gilt: Einen Rückschritt beim gemeinsamen Unterricht wird es mit uns nicht geben. Es darf nicht sein, dass der Status quo nicht verändert werden und die Anzahl der Förderschulen sogar steigen soll.”

Derzeit lernen fast 10.000 Kinder mit sonderförderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen mit verschiedenen Förderschwerpunkten. 79 Prozent von ihnen verlassen die Schule ohne einen Schulabschluss. Sachsen-Anhalt hat bundesweit die höchste Quote. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler im gemeinsamen Unterricht an allgemeinbildenden Schulen ist in den letzten Jahren auf etwa 35 Prozent gestiegen. Kolb-Janssen: „Inklusiver und gemeinsamer Unterricht ist für Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf eine Herausforderung, aber auch ein Gewinn, wenn Kinder nach ihren individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen gefördert werden. Inklusion funktioniert aber nur, wenn dafür die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen.”

Kolb-Janssen bedauerte, dass gute und funktionierende Konzepte wie das des Burgenlandkreises entwickelte, bislang nicht aufgegriffen worden seien. „Von einem Konzept erwarten wir, dass es auch Aussagen zu Ressourcen und Standorten, zur Erhöhung von Schulabschlüssen und zur Weiterbildung von Lehrkräften trifft”, so Kolb-Janssen.

 

Suchen Sie etwas?

Homepage der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt

SPD Sachsen-Anhalt

Termine:

  • Do
    02
    Aug
    2018

    Politik-Talk Jobcenter Dessau-Roßlau

    13.00-15.00 UhrJobcenter Dessau-Roßlau
  • So
    05
    Aug
    2018

    Klosterfest Kloster Michaelstein

    10.00 UhrKloster Michaelstein
  • Mi
    08
    Aug
    2018

    Eröffung neues Berufsschuljahr

    13.00-15.00 UhrKulturhaus Wolfen
  • Do
    09
    Aug
    2018

    Arne Lietz MdEP Sommertour

    14.30 Uhr
  • Do
    09
    Aug
    2018

    Eröffnung Internationales Stiftungsgymnasium

    9.30 UhrAgnetenstraße 14, Magdeburg
  • Fr
    10
    Aug
    2018

    CSD Magdeburg

    13.00 UhrMagdeburg
  • Fr
    10
    Aug
    2018

    Sommerausflug SPD Fachausschuss Kultur

    15.30 UhrSchloss Wörlitz, Gartenreich Dessau Wörlitz
  • Di
    14
    Aug
    2018

    Fraktionssitzung SPD Landtagsfraktion

    14.00 UhrLandtag Sachsen-Anhalt, Domplatz 4-6, 39104 Magdeburg
  • Mi
    15
    Aug
    2018

    Verbändetreffen

    10.30 UhrMagdeburg
  • Fr
    17
    Aug
    2018

    Ausschuss für Bildung und Kultur

    10.00- 15.00 UhrLandtag von Sachsen-Anhalt, Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg