Angela Kolb-Janssen, MdL
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Bildung

30.01.2018, Bildung

Pressemitteilung: „Dramatischer Lehrermangel steht bevor, wenn nicht sofort umgesteuert wird“

Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung den Abschlussbericht der Expertengruppe zur Bestimmung des längerfristigen Lehrkräftebedarfs behandelt. Der Landtag hatte die Einrichtung dieser Expertengruppe im September 2016 beschlossen.

„Der Bericht macht deutlich, was wir schon lange wissen: Unseren Schulen steht ein dramatischer Lehrermangel bevor, wenn nicht sofort umgesteuert wird“, erklärte dazu Angela Kolb-Janssen, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. „Die Ankündigung des Bildungsministers aus der vergangenen Woche, dass in diesem Jahr 1.000 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden sollen, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Herausforderung der nächsten Jahre kann nur bewältigt werden, wenn jetzt in die Attraktivität des Lehrerberufs in Sachsen-Anhalt investiert wird und zugleich intensiv um Seiten- und Quereinsteiger geworben wird. Denn eins ist klar: Junge Leute, die erst jetzt ein Lehramtsstudium beginnen, können zur Lösung der akuten Probleme nicht beitragen.“

Die Landesregierung hatte 2017 bereits auf einen Zwischenbericht des Bildungsministers über die Arbeit der Expertengruppe reagiert und die Aufstockung der Lehramtsstudienplätze an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verlängert, erinnerte Katja Pähle, Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Dieser Kurs muss fortgesetzt werden. Auch die Zahl der Referendariatsplätze muss an eine erweiterte Lehramtsausbildung angepasst werden. Vor allem brauchen wir kurzfristig Kapazitäten für die Qualifikation von Quer- und Seiteneinsteigern. Dafür brauchen wir auch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.“ Pähle unterstrich, dass sowohl für die Einstellung von mehr Lehrerinnen und Lehrern als auch für erweiterte Studienkapazitäten künftig mehr Haushaltsmittel benötigt würden.

Der Bericht wird jetzt dem Landtag zugeleitet und dort im Bildungs- und im Wissenschaftsausschuss diskutiert.

 

 

25.01.2018, Bildung

Landtagsdebatte zur Volksinitiative: SPD-Fraktion begrüßt Neueinstellung von Lehrern – endlich wird richtige Richtung eingeschlagen

Der Landtag von Sachsen-Anhalt berät heute zum zweiten Mal über die Volksinitiative “Den Mangel beenden – unseren Kindern Zukunft geben” und über eine Beschlussempfehlung des dafür federführenden Petitionsausschusses. Zu Beginn der Debatte dankte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Angela Kolb-Janssen, den Vertreterinnen und Vertretern der Volksinitiative: “Mein Hochachtung dafür, wieviel fachlichen Input Sie in das parlamentarische Verfahren eingebracht haben, mit vielfältigen Stellungnahmen und im Rahmen der Anhörung. Sie haben den Sorgen von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen, Lehrern und Schulleitungen eine Stimme gegeben!”

Kolb-Janssen ging auf die Ankündigung von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) ein, in diesem Jahr insgesamt 1.000 Lehrerstellen auszuschreiben. Kolb-Janssen: “Das würde über den Beschluss, den wir heute fassen wollen, noch hinausgehen. Als SPD-Fraktion sehen wir uns mit dieser Ankündigung bestätigt in unserer bereits im vergangenen Jahr erhobenen Forderung, die Neueinstellungen deutlich aufzustocken. Wir sind froh, dass der Bildungsminister endlich erkannt hat, wie groß die Not an den Schulen ist, und die versprochene Trendwende einleitet.”

Der heutige Landtagsbeschluss könne nur ein Zwischenschritt sein, so Kolb-Janssen: “Aber er ist dennoch ein Fortschritt. Es ist gut, dass der Landtag heute feststellen wird, dass die im Koalitionsvertrag 2016 festgehaltene Unterrichtsversorgung von 103 Prozent maßgeblich ist und nicht die seinerzeit errechnet Zahl von 14.500 Lehrerstellen. Der Beschluss ist auch deswegen ein Fortschritt, weil unser Vorschlag aufgegriffen wurde, die bei Langzeiterkrankungen und Elternzeit auftretenden Ersparnisse für zusätzliche Einstellungsoptionen zu nutzen. Das muss unbürokratisch und in größtmöglicher Eigenverantwortung der Schulen umgesetzt werden.”

20.12.2017, Angela Kolb-Janssen, Bildung

Ganztagsschulen und Grundschulen mit verlässlichen Öffnungszeiten in Gefahr

Zur heutigen Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt zum Antrag der Linksfraktion „Pädagogische Angebote während der verlässlichen Öffnungszeiten an Grundschulen und Ganztagsschulen weiter auf gutem Niveau sichern“ erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angela Kolb-Janssen:

„Grundschulen mit verlässlichen Öffnungszeiten und Ganztagsschulen können zu mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen führen, da sie pädagogische Angebote ganztägig anbieten, die von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit getragen werden und für die oft auf außerschulische Angebote am Nachmittag zurückgegriffen werden kann. Aufgrund des Lehrermangels und der sogenannten ,effizienzsteigernden Maßnahmen‘ können die Schulen ihrem pädagogischen Anspruch vielerorts nicht mehr gerecht werden. Das gefährdet den Bildungserfolg vieler Schülerinnen und Schüler in unserem Land.“

Über die Weiterentwicklung der Ganztagsschulen und die Überprüfung der effizienzsteigernden Maßnahmen an den Schulen des Landes wird im Bildungsausschuss diskutiert werden müssen. Ein erster Schritt ist mit der Ankündigung von Bildungsminister Marco Tullner getan, bis 2020 zusätzliche 300 pädagogische Mitarbeiter einzustellen.

 

 

12.12.2017, Angela Kolb-Janssen, Bildung, Gleichstellung

Inklusion ist nicht verhandelbar – Chancen für alle Kinder!

Zum heute im Kabinett beratenen Entwurf des Bildungsministeriums für ein Förderschulkonzept erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angela Kolb-Janssen: „Wir stehen zu unserem Anspruch und der mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention eingegangenen Rechtsverpflichtung, dass alle Kinder die gleichen Chancen erhalten sollen. Aus der heutigen Kabinettssitzung ist das Signal gegeben worden, dass der Entwurf des Bildungsministeriums der Startschuss für eine ergebnisoffene Diskussion sein soll. Für diese Diskussion gilt: Einen Rückschritt beim gemeinsamen Unterricht wird es mit uns nicht geben. Es darf nicht sein, dass der Status quo nicht verändert werden und die Anzahl der Förderschulen sogar steigen soll.”

Derzeit lernen fast 10.000 Kinder mit sonderförderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen mit verschiedenen Förderschwerpunkten. 79 Prozent von ihnen verlassen die Schule ohne einen Schulabschluss. Sachsen-Anhalt hat bundesweit die höchste Quote. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler im gemeinsamen Unterricht an allgemeinbildenden Schulen ist in den letzten Jahren auf etwa 35 Prozent gestiegen. Kolb-Janssen: „Inklusiver und gemeinsamer Unterricht ist für Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf eine Herausforderung, aber auch ein Gewinn, wenn Kinder nach ihren individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen gefördert werden. Inklusion funktioniert aber nur, wenn dafür die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen.”

Kolb-Janssen bedauerte, dass gute und funktionierende Konzepte wie das des Burgenlandkreises entwickelte, bislang nicht aufgegriffen worden seien. „Von einem Konzept erwarten wir, dass es auch Aussagen zu Ressourcen und Standorten, zur Erhöhung von Schulabschlüssen und zur Weiterbildung von Lehrkräften trifft”, so Kolb-Janssen.

 

07.11.2017, Angela Kolb-Janssen, Bildung

Konzept für pädagogische MitarbeiterInnen

kolb-janssen-angelaKolb-Janssen: „Bedarf anerkannt – Einstellungen verschoben”

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) stellt heute im Kabinett das „Konzept zum zukünftigen Einsatz von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bzw. Betreuungskräften an den Schulen des Landes Sachsen-Anhalt” vor. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angela Kolb-Janssen: „Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an unseren Schulen – besonders an den Förder- und Grundschulen – unerlässlich. Das Konzept beschreibt und erkennt zwar dringende Bedarfe, verschiebt Einstellungsoptionen aber auf den nächsten Haushalt.”

Angesichts von gestiegenen Schülerzahlen an den Grund- und Förderschulen und den in den nächsten Jahren zu erwartenden Altersabgängen bei den Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seien die Einstellungsoptionen viel zu gering und könnten nicht erst mit den kommenden Haushalten ab 2019 geklärt werden, so Kolb-Janssen. Der Koalitionsvertrag ist in diesem Punkt eindeutig. Dort heißt es: „Für pädagogische Mitarbeiter wird dauerhaft ein Arbeitsvermögen von 1.800 VBE bereitgestellt.”

Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Bildungslandschaft der Bundesrepublik einmalig. Sie unterstützen, ergänzen und begleiten den Unterricht und individuellen Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern in jeder Schulform. Die Schulen entscheiden eigenständig über den Einsatz

 

 

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